Neun Gemeinden. Eine Abwasserversorgung. Zweckmäßig und gemeinschaftlich stark.


Abwasser macht an den
Gemeindegrenzen nicht halt.
Damit es zuverlässig gesammelt, weitergeleitet und gereinigt werden kann, braucht es ein gut abgestimmtes Zusammenspiel aus Kanälen, Verbindungsleitungen, Pumpwerken und Kläranlagen.
Für einzelne Kommunen wäre es aufwendig und kostenintensiv, diese Infrastruktur allein aufzubauen und dauerhaft zu betreiben. Im Abwasserzweckverband bündeln Städte und Gemeinden deshalb ihre technischen und finanziellen Möglichkeiten. Sie nutzen gemeinsame Anlagen, teilen Verantwortung und schaffen so eine effiziente, verlässliche und wirtschaftliche Lösung für die gesamte Region.
60.000
Einwohnerwert
Stand 10/2026. Der Einwohnerwert beschreibt die Abwasserbelastung einer Kläranlage, umgerechnet auf die durchschnittliche Belastung durch eine Person.
64
Aussenstationen
Der Verband ist für den Betrieb von aktuell 64 Aussenstationen mit Pumpwerken, Regenüberlaufbecken, Sammlern und Stauraumkanälen zuständig.
9
Gemeinden
Dem Zweckverband gehören die neun Gemeinden Altheim, Betzenweiler, Dürmentingen, Ertingen, Hettingen, Langenenslingen, Riedlingen, Uttenweiler, Unlingen an
Der Abwasserzweckverband Donau-Riedlingen
Die Hauptaufgabe des Zweckverbandes besteht darin, das Abwasser der angeschlossenen Gemeinden zu sammeln, zur Kläranlage zu transportieren und dort fachgerecht zu reinigen. Dabei werden Schmutzstoffe und andere Verunreinigungen aus dem Abwasser entfernt. Das gereinigte Wasser kann anschließend wieder in den natürlichen Wasserkreislauf zurückgeführt werden. Die bei der Abwasserreinigung anfallenden Reststoffe, insbesondere der Klärschlamm, müssen ebenfalls ordnungsgemäß behandelt und entsorgt werden.
Durch die Zusammenarbeit der Mitgliedsgemeinden können die Abwasserreinigung und die dafür notwendigen technischen Anlagen gemeinsam organisiert, betrieben und finanziert werden. Die rechtlichen Grundlagen des Zweckverbandes sind in einer öffentlich einsehbaren Verbandssatzung festgelegt. Sie regelt unter anderem die Aufgaben des Verbandes, seine Organisation sowie die Rechte und Pflichten der einzelnen Mitgliedsgemeinden.
Die Struktur des Verbands:
Damit der Zweckverband seine Aufgaben zuverlässig erfüllen kann, verfügt er über eine festgelegte Organisationsstruktur. Diese besteht aus drei wichtigen Organen: der Verbandsversammlung, dem Verwaltungsrat und dem Verbandsvorsitzenden.
Jedes dieser Organe übernimmt unterschiedliche Aufgaben und Verantwortlichkeiten.
Die Verbandsversammlung:
Die Verbandsversammlung ist das oberste Entscheidungsorgan des Zweckverbandes. Sie setzt sich aus den Vertretern der Mitgliedsgemeinden zusammen. Dazu gehören die Bürgermeister, ihre Stellvertreter sowie Vertreter der jeweiligen Gemeinderäte.
Die Verbandsversammlung trifft grundlegende Entscheidungen, die für die Organisation, die Finanzierung und die zukünftige Entwicklung des Zweckverbandes von Bedeutung sind.
Zu ihren Aufgaben gehören beispielsweise:
- Die Beratung und Beschlussfassung über den Haushalt und damit über die finanziellen Mittel des Verbandes.
- Die Entscheidung über größere Bauvorhaben, beispielsweise die Erweiterung oder Modernisierung der Kläranlage.
- Die Aufnahme neuer Mitgliedsgemeinden oder das Ausscheiden bestehender Mitglieder.
- Wichtige Personalentscheidungen, soweit diese in ihren Zuständigkeitsbereich fallen.
Die Verbandsversammlung legt somit die wesentlichen Grundlagen für die Arbeit des Zweckverbandes fest.
Die Aufgabe des Verwaltungsrats:
Der Verwaltungsrat besteht aus den neun Bürgermeistern der Mitgliedsgemeinden: Riedlingen, Altheim, Betzenweiler,
Dürmentingen, Ertingen, Hettingen, Langenenslingen, Unlingen, und Uttenweiler.
Der Verwaltungsrat übernimmt wichtige Entscheidungs- und Verwaltungsaufgaben. Dabei ist er für alle Angelegenheiten zuständig, die laut Verbandssatzung nicht ausdrücklich der Verbandsversammlung oder dem Verbandsvorsitzenden vorbehalten sind.
Der Verwaltungsrat bildet somit ein wichtiges Bindeglied zwischen den grundlegenden Entscheidungen der Verbandsversammlung und der laufenden Arbeit des Zweckverbandes.
Die Aufgabe des AZV Vorsitzenden:
Der Verbandsvorsitzende übernimmt die Leitung des Zweckverbandes. Er wird gemeinsam mit seinen beiden Stellvertretern von der Verbandsversammlung für eine Amtszeit von fünf Jahren gewählt. Die Wahl erfolgt aus dem Kreis der Mitglieder des Verwaltungsrates.
In der Regel übernimmt der Bürgermeister einer Mitgliedsgemeinde diese Funktion.
In besonders dringenden Fällen kann der Verbandsvorsitzende auch Entscheidungen treffen, die normalerweise in den Zuständigkeitsbereich des Verwaltungsrates fallen.
Anschließend muss er die Mitglieder des Verwaltungsrates unverzüglich über die getroffene Entscheidung und deren Gründe informieren.
Durch diese Regelung wird sichergestellt, dass der Zweckverband auch in dringenden Situationen schnell und handlungsfähig bleibt.
Kläranlage AZV Donau-Riedlingen
Geschichte und Entwicklung
- 1971
Gründung des Abwasserzweckverbands Donau-Riedlingen
mit den Gemeinden:
- Stadt Riedlingen mit den Teilorten Neufra, Grüningen, Pflummern, Daugendorf, Zell, Bechingen und Zwiefaltendorf
- Gemeinde Altheim mit Waldhausen und Heiligkreuztal
- Gemeinde Betzenweiler mit Bischmannshausen
- Gemeinde Dürmentingen mit Binzwangen, Hailtingen und Heudorf
- Gemeinde Ertingen mit Binzwangen und Erisdorf
- Gemeinde Langenenslingen mit Andelfingen, Egelfingen, Billafingen, Emerfeld und Wilfingen
- Gemeine Unlingen mit Möhringen, Dietelhofen, Uigendorf und Göffingen
- Gemeinde Uttenweiler mit Offingen, Aderzhofen und Dentingen
- 1974 - 1978
Bauzeit einschließlich Sammler ( Ein Sammler ist ein Kanalabschnitt, in den Abwasser aus verschiedenen Anschlüssen oder Kanälen eingeleitet wird.)
- 20. 09. 1978
Offizielle Inbetriebnahme der Kläranlage mit Sammler und Pumpwerke
- 1996
Stadt Hettingen für den Teilort Inneringen tritt dem Verband bei
- 1995 - 1999
Neubau Rechengebäude mit Sandfabg und Fettfang, sowie Optimierung der Biologie Sanierung des Faulturms und Neubau des Betriebsgebäudes mit Schaltwarte und Prozessleitsystem
- ab 2003
tritt das Milchwerk mit Direktanschluss dem Verband bei, damals Allgäu Land Käsereien, heute (Stand 2026) Dairyfood
- 2004 - 2005
Optimierung der Schlammentwässerung
- 2004
Kauf und Optimierung des Blockheizkraftwerks
- 2005
Erweiterung der Anlage wurde genehmigt
- 2006 - 2007
Optimierung BA I
Erweiterung Belebung und Neubau Verteilergebäude
- 2007 - 2008
Optimierung BA II
Optimierung Vorklärbecken und Bau Filtrat Speicher
Sanierung der Rücklaufschlammpumpwerke
Optimierung und Erhöhung der Nachklärbecken
- 2009
Genehmigung der Solaren Klärschlammtrocknung
- 2010 - 2011
Bau der Solaren Klärschlammtrocknung
- 2019
Werkstattgebäude Neubau
- 2024
Inbetriebnahme einer 50 MW Photovoltaik-Anlage

